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26. November 2008, Berlin

Hot Spot Kasachstan: Wirtschafts- und Messepräsentation in Berlin

Rohstoffreichtum und relativ günstige finanzielle, rechtliche und politische Rahmenbedingungen machen Kasachstan zu dem wichtigsten Partnerland für die deutsche Wirtschaft in Zentralasien. Allein in den Jahren 2006 und 2007 stieg das Handelsvolumen mit Deutschland von 4,7 Milliarden Euro auf 5,6 Milliarden Euro. Dies hat erheblichen Einfluss auf die für den internationalen Handel bedeutende Messeaktivitäten im Land.

Ein guter Grund für das von der KME Consulting Group konzipierte Hot Spot Event am 26. November 2008 im Berlin Capital Club, dem führenden Business Club der deutschen Hauptstadt. Ein internationaler Abendempfang für Politik, Messewirtschaft, Verbände und Medien rundet das Networking bei der Veranstaltung ab.

Breite Präsenz der deutschen Wirtschaft

Von den Bemühungen der kasachischen Regierung, die Diversifizierung der Wirtschaft voranzutreiben, profitieren auch deutsche und schweizer Unternehmen. Über 160 deutsche Firmen haben bereits Repräsentanzen oder Filialen im Land errichtet; rund 600 Firmen sind als juristische Personen mit deutscher Beteiligung in Kasachstan registriert.

Ein Programm zur Entwicklung der folgenden sechs Schwerpunktbranchen hat die kasachische Regierung aufgelegt: Metallurgie, Verkehrslogistik, Textilindustrie, Baustoffe, Lebensmittelindustrie, Öl- und Gasmaschinenbau sowie Tourismus. Kasachstan will hier zu einem der 50 konkurrenzfähigsten Ländern der Welt werden.

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Messemarkt Kasachstan

Nach dem Zerfall der UdSSR Anfang der 90iger Jahre hat sich die Messewirtschaft abgesehen von Russland in Kasachstan am dynamischsten entwickelt. Die traditionelle Messehauptstadt des Landes ist Almaty. Das dortige Atakent Exhibition Center verfügt über rund 12.000 m² Hallenfläche und ein Freigelände von etwa 4.000 m². Aktivster ausländischer Messeveranstalter in Almaty ist die deutsche GiMA aus Hamburg mit ihrem Partner Iteca, beide zugehörig zur britischen ITE Group. Zu den wichtigsten Fachmessen im GiMA Portfolio gehören die Erdöl- und Gasindustriemesse KIOGE, die Baufachmesse KazBuild, die Fachmesse für Medizin- und Dentaltechnik KIHE sowie die CLEANEXPO Central Asia, Fachmesse für die Reinigungsindustrie (alle in Almaty). In der Hauptstadt Astana finden unter anderem die GiMA-Messen AstanaBuild sowie Interfood Astana / Agrihort Astana in dem Sportpalast Alatau statt.

Weitere Veranstalter sind TNT Productions mit Schwerpunkten im Bereichen Lebensmittel, -maschinen und -technologie sowie Central Asia International Exhibitions. Dieses Messeunternehmen, eine Tochtergesellschaft der türkischen Ipekyolu International Exhibitions Ltd. aus Istanbul, veranstaltet jeweils im November eine Central Asia Industry Week, in deren Rahmen Fachmessen zu den Themen Elektrotechnik und Energie, Sicherheit, Maschinenbau, Plastik- und Verpackungsindustrie sowie Rohrleitungsindustrie stattfinden.

Erstmals wird im Mai 2009 (27. - 29.05.2009) eine Eigenveranstaltung der Messe Frankfurt in Kooperation mit der ITECA Central Asia stattfinden, die Sicherheitsmesse intersec Central Asia im Atakent Exhibition Center in Almaty.

Deutsch-Kasachische Wirtschaftsvereinbarungen

Auch wenn das kasachische Wirtschaftswachstum sich aufgrund der weltweiten Finanzkrise in 2008 deutlich verlangsamt hat, bleibt das zentralasiatische Land eine der wichtigsten Adressen für Investitionen der deutschen Wirtschaft. So wurden auf dem 10. Tag der Deutschen Wirtschaft, der am 3.9.08 parallel zu dem offiziellen Besuch von Bundespräsident Horst Köhler in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfand, gleich sechs bilaterale Wirtschaftsvereinbarungen unterzeichnet.

In Kasachstan formieren sich derzeit Hochtechnologie-Zentren - medizinische, ausbildende, verkehrslogistische sowie biotechnologische Cluster, die eine Grundlage bilden sollen für die zukünftige wissenschaftliche Entwicklung des Landes.

Darüber hinaus ist Kasachstan mit seinem Rohstoffreichtum in der globalen, resource-hungrigen Welt gut aufgestellt. So hält es zum Beispiel jeweils über 15% der weltweiten Reserven an Blei, Zink, Chrom und Gold.

Im Moment bereitet sich das Land mit deutscher Hilfe auf die Übernahme des Vorsitzes bei der OSZE Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa im Jahr 2010 vor.